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Serbien und Montenegro, wie es amtlich heißt, wurde im Februar 2003 als Nachfolgestaat der südosteuropäischen Bundesrepublik Jugoslawien gegründet. Belgrad heißt die Metropole von Serbien, Podgorica ist die Hauptsstadt von Montenegro. Bis 1991/92 gehörten zu dem unter kommunistischer Herrschaft stehenden Bundesstaat neben Serbien und Montenegro mehrere weitere Teilrepubliken (Kroatien, Slowenien, ,Bosnien und Herzegowina sowie Makedonien) an. Wegen Nationalitätenkonflikten und wirtschaftlicher Probleme zwischen den einzelnen Teilen des Landes kam es zu blutigen Unruhen, die 1991 in schwere militärische Auseinandersetzungen übergingen. 1994 griff die Nato militärisch ein, um den Krieg zu beenden, aber erst gegen Ende 1999 hörten die Kämpfe auf. Die Teilrepubliken machten sich selbständig, Serbien und Montenegro schlossen sich zusammen. In der Fläche ist Serbien-Montenegro etwa so groß wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen; und hat mit fast 11 Millionen genau soviele Einwohner/innen wie Bayern. Derzeit gibt es Verhandlungen mit der Europäischen Union, da das Land der EU beitreten möchte. In Montenegro gilt der Euro als offizielle Währung, während in Serbien noch immer der Dinar gültig ist.
Eine der wichtigsten Sportarten ist neben dem Fußball Basketball. International bekannt sind auch serbische Tennisstars. Der frühere Staat Jugoslawien hat 1960 und 1968 an der Fußballeuropameisterschaft teilgenommen und jeweils den zweiten Platz belegt. 2006 hat sich Serbien-Montenegro zum ersten Mal für eine Fußballweltmeisterschaft qualifiziert und trifft bei seinem ersten Spiel am 11.6. in Leipzig auf die Niederlande.
Quelle: Hanisauland.de (Bundeszentrale für politische Bildung)
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| Nationalmannschaft
von Serbien - Montenegro
die "Plavi"
Die Plavi spielen für ein Land, das es gar nicht mehr gibt, denn seit ein paar Tagen existiert die "Staatliche Gemeinschaft" zwischen Serbien und Montenegro nicht mehr. Ob das die Spielfreude der Mannschaft beeinträchtigt, die sich in der Qualifikation als besonders abwehrstark zeigte, wird man sehen.

Nationalelf mit Star-Stürmer Mateja Kezman Nummer 8 (rechts vorne).
Geschichte der Fußballmannschaft - wechselvoll wie die des Landes
Die "Blauen", wie der Spitzname der serbisch-montenegrinischen Nationalelf übersetzt heißt, haben eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Während es das Jugoslawische Nationalteam bei der ersten Weltmeisterschaft 1930 bis ins Halbfinale schaffte, waren seine sportlichen Leistungen in den folgenden Tournieren so unterschiedlich, dass von "nicht qualifiziert" bis zum vierten Platz alles dabei war.Einen besonderen Einschnitt in der Fußballgeschichte des Landes bildete die WM 1994, bei der Jugoslawien wegen der Balkankriege nicht zur Qualifikation zugelassen wurde. In der Folge der langwierigen Konflikte wurden aus dem Staat Jugoslawien mehrere eigenständige Länder. So kam es, dass sich die ehemals jugoslawische Mannschaft während der Qualifikation für die Europameisterschaft 2004 in serbisch-montenegrinische Mannschaft umbenannte. Genauso heißt sie auch in der WM 2006. Doch damit ist sie der politischen Entwicklung ihres Landes hinterher. Seit dem 3. Juni 2006 gibt es die Staatliche Gemeinschaft Serbien - Montenegro nicht mehr, da sich die Montenegriner durch eine Volksabstimmung am 21. Mai 2006 für ihre Unabhängigkeit entschieden.
Abwehr - Spitzenklasse
In der WM-Qualifikation zeigten sich die Qualitäten der Abwehr: In zehn Spielen ließ die Mannschaft nur ein einziges Gegentor durch, und auch das führte nur zu einem Unentschieden. Insgesamt kann Serbien - Montenegro auf eine hervorragende Bilanz aus der Qualifikation verweisen: neben sechs Siegen und vier Remis gab sie keine einzige Niederlage.Allerdings hießen die Gegner auch nicht Argentinien oder England, sondern Spanien (auch qualifiziert), Bosnien-Herzegowina, Belgien, Litauen und San Marino.
Keza - der Star
Star der Mannschaft ist Mateja Kezman, genannt Keza. Der 27jährige Stürmer spielte bereits für den PSV Eindhoven (Niederlande) sowie den FC Chelsea.2003 wurde er zum Fußballspieler des Jahres in den Niederlanden gekürt, wo er auch in zwei Saisons nacheinander Torschützenkönig war. Bei der WM - Qualifikation gingen fünf der insgesamt 16 Tore auf Kezmans Konto. Derzeit kickt Keza für Atletico Madrid.

Nationaltrainer Petkovic
Trainer Petkovic - einst selbst Spieler bei WM in Deutschland
1974 spielte Ilija Petkovic für die jugoslawische Mannschaft bei der WM in Deutschland. Diesmal ist er als Trainer für sein Land dabei. Seit 2003 coacht er die Mannschaft und hat viel frischen Wind in alte Strukturen gebracht.Etlichen jungen Spielern gab er eine Chance und stellte auch das System von 3-5-2 auf 4-4-2 um, was sich zumindest in der Qualifikation eindeutig bewährt hat. Das blau-weiß-rote Trikot der Plavi spiegelt die Farben ihrer Nationalflagge wieder. In Gruppe C mussten sie sich zuerst am 11. Juni 2006 gegen die Niederlande beweisen. Danach stehen noch Argentinien und die Elfenbeinküste auf dem Programm.
Text: Liana Manseicher
Fotos: – fsj.co.yu, Homepage des Fußballverbandes von Serbien-Montenegro.
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Länderinformationen vom
Auswärtigen Amt |
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Serbien und Montenegro
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Kontinent |
| Europa |
| Hauptstadt |
| Belgrad , ca. 2 Mio. Einwohner |
| Lage |
| Zentralbalkanischer Staat. Nachbarn: Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien und Albanien, an der Adria gegenüberliegend: Italien |
| Fläche |
| 102.173 km² |
| Bevölkerung |
| ca. 11 Mio. Einwohner. In diesen Zahlen enthalten sind ca. 490.000 Flüchtlinge und Binnenvertriebene aus den früheren Kriegsgebieten. Bevölkerungswachstum: ca. 0,4% . |
| Klima |
| An der montenegrinischen Küste mediterran, im Landesinneren gemäßigt kontinental. |
| Regierungsform |
| Seit Verabschiedung der Verfassungscharta bezeichnet sich Serbien und Montenegro als "Staatenunion". Tatsächlich handelt es sich um einen Bundesstaat mit reduzierten Kompetenzen. Serbien und Montenegro besteht aus zwei Republiken, Republik Serbien und Republik Montenegro. Kosovo steht unter Verwaltung der Vereinten Nationen. |
| Landessprachen |
| Serbisch, daneben die Sprachen der Minderheiten, die in deren jeweiligen Siedlungsgebieten offiziell aber nur in beschränktem Umfang Anwendung finden. Im Kosovo sind Albanisch und Serbisch Amtssprachen, die entsprechend den Siedlungsgebieten Anwendung finden. |
| Religionen |
| Serbien und Montenegro: 85% serbisch-orthodox, 5% römisch-katholisch, 3% muslimisch, 1% evangelisch, 6% ohne Angabe. Kosovo: 93% muslimisch, 5% serbisch-orthodox, 2% römisch-katholisch. |
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